OPC UA

Vernetzte cyber-physische Systeme stellen die Basistechnologie für eine intelligente Fabrik dar. Die Kommunikation zwischen diesen Systemen setzt ein universelles und standardisiertes Kommunikationsprotokoll voraus. In der Vergangenheit wurden meist herstellerspezifische Feldbusse oder Protokolle wie OPC auf Basis von Windows verwendet. Um hier für die Zukunft gerüstet zu sein, wurde OPC UA (OPC Universal Access) entwickelt. Als eine wesentliche Neuerung wurde keine einfache funktionale Schnittstelle, sondern eine moderne, mehrschichtige Service-orientierte Architektur definiert. Aufbauend auf Basisdiensten stellt OPC UA ein umfassendes Informationsmodell bereit, welches auch Sicherheitsmechanismen vorsieht. Dieses Informationsmodell lehnt sich an die Prinzipien der objektorientierten Programmierung an und vernetzt Nutzdaten mit Metainformationen und Diagnosedaten. Damit ist es möglich, die Kommunikation nicht auf Basis von Zahlenwerten, sondern auf Basis von physikalisch hinterlegten Größen (semantisch) abzuwickeln.

Prof. Dr. Martin Ruskowski. Bild: A. Sell

Definitionen von Prof. Dr. Martin Ruskowski,
Inhaber des Lehrstuhls für Werkzeugmaschinen und Steuerungen an der TU Kaiserslautern und Forschungsbereichsleiter „Innovative Fabriksysteme“ am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI)


Diese Definitionen entstehen 2018 fortlaufend für die Fachzeitschrift messtec drives Automation (www.md-automation.de) in der Reihe „Grundlagen definiert – Begriffe in der Welt von Industrie 4.0