Zeitgesteuerte Programmierung

Die Zeitsteuerung ist die verbreitetste Form der Echtzeitprogrammierung. Hierbei wird ein Task in einem festen Zeitraster aufgerufen. Diese Art der Programmierung ist relativ einfach umsetzbar und besonders geeignet, um regelungstechnische Aufgaben zu bearbeiten, in denen ein festes Zeitraster für die Berechnung benötigt wird.

Bei der klassischen SPS Programmierung wird ebenfalls eine Zeitsteuerung verwendet. Bei jedem Taskdurchlauf erfolgen eine Abfrage (Polling) der Eingabesignale und eine entsprechende, vom deren Status abhängende Reaktion. Dies hat zur Folge, dass in jedem Zyklus auch unnötige Abfragen erfolgen. Vorteilhaft sind dabei die Übersichtlichkeit und die definierte Reaktion spätestens im nächsten Taskdurchlauf. Verschiedene Prioritäten werden durch mehrere Tasks mit unterschiedlicher Zykluszeit realisiert. Schnelle Tasks können dabei langsame Tasks unterbrechen.

Bei der Kommunikation zwischen zwei Geräten wird beim zeitgesteuerten Ansatz immer die gesamte Information ausgetauscht. In jedem Zyklus erfolgen somit eine Abfrage aller Austauschsignale und eine Reaktion nur bei einer erkannten Änderung.

Prof. Dr. Martin Ruskowski. Bild: A. Sell

Definitionen von Prof. Dr. Martin Ruskowski,
Inhaber des Lehrstuhls für Werkzeugmaschinen und Steuerungen an der TU Kaiserslautern und Forschungsbereichsleiter „Innovative Fabriksysteme“ am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI)


Diese Definitionen entstehen 2018 fortlaufend für die Fachzeitschrift messtec drives Automation (www.md-automation.de) in der Reihe „Grundlagen definiert – Begriffe in der Welt von Industrie 4.0